Herbstgold – Bilder und Zeilen, weiter nichts!

„Welche ist deine Lieblingsstadt?“, fragte der gross gewachsene Mann mit dem dunklen Bart und den blonden, lustigen Locken, die sich mit dem Wind bewegten. Er stellte diese Frage, als sei sie ernst gemeint. So, als sei es nicht eindeutig, wo sie jeden Tag aufs Neue ihr Herz verschenkt und dafür unendlich viele zurückbekommt. Sie, die sie doch jeden Tag mit Herzhüpfen durch die Strassen lief, singen könnte vor Glück und mit niemals endender Entzückung für diese Gässchen, den See und den Charme jede Nacht glücklich war, hier zu sein. Diese Stadt, die Nacht für Nacht ihre Träume füllte, sie fast platzen liess, weil die Erfüllung so gross war, dass sie kaum Platz in den Träumen fand; ja noch nicht einmal in ihr selbst.

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Feigen und Feigen und Feigen – Feigen!!

Schon wieder Feigen oder eigentlich immer noch. Feigen gehören in den Sommer, aber auch irgendwie in den Herbst. Beides eben. Der Herbst ist ein bisschen wie der Sommer, nur andersbunt. Ein bisschen Sonne, ein bisschen Nebel, ein bisschen (viel) Wind, ein bisschen Grün und ein bisschen Rot. Auch ein bisschen Gelb und auch noch ein bisschen warm. Man kann durch den Wald laufen, die Füsse im Laub eingraben, man kann sich im Laub verstecken und den Wind im Haar fühlen. Eine Mischung aus lauwarm und frischkühl. Man kann irgendwann die Schuhe ausziehen und barfuss nach Hause rennen, weil es noch immer angenehm warm ist. Und dann, dann kann man sich mit einer Tasse Tee wieder ganz aufwärmen, weil man das im Herbst tut und Tee so wunderbar ist, wenn es draussen windig ist. Man kann sich morgens ganz warm anziehen, sich einen dicken Schal um den Hals wickeln und am Nachmittag im T-Shirt in der Sonne sitzen, weil sie immer noch stark und heiss ist. Der Herbst ist irgendwie Sommer, irgendwie doch nicht – er ist alles eben! Alles ist toll.
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Buchweizen-Tomatenrisotto

Der kleine Spatz landete ausgerechnet auf dem dünnsten Ast des 300 Jahre alten und mächtigen Baumes. Gigantisch riesig und kraftvoll sah er aus – der Baum. Das Vögelchen einzig als ein winzig kleiner Punkt erkennbar. Der Wind fegte über die Felder, rüttelte an den Ästen, wirbelte Insekten durch die Luft und das Gefieder des Vögelchens gab nach, regte sich nach links und rechts; eine kleine Feder erlag dem Wind und wich mit ihm davon – hinaus in die Herbstpracht. Schlug immer wieder auf dem Boden auf, wurde von bunten Blättern getragen und wieder fallen gelassen. Immer weiter und weiter. Der kleine Vogel blieb auf dem Ast sitzen; so, als wäre es das Normalste der Welt. Es schloss seine Äuglein, plusterte sich auf, zupfte sein Gefieder zurecht und macht es sich bequem. Es lauschte dem Rauschen der letzten Blätter, die der Sturm noch nicht mitgerissen hatte. Es spürte den Wind von anderen Vögeln, die vorbei flogen; hörte, wie sich zwei  zankten. Langsam wich die Sonne der Finsternis und der Mond übernahm; beleuchtete alles mit phantasievollem Licht, mystisch und ruhig. Es wurde leiser, der Wind legte sich. Der Spatz sass da, noch immer mit geschlossenen Äuglein und als der letzte Stern den dunklen Himmel schmückte, schlief er ein….und träumte von Buchweizen-Tomaten Risotto :-).  Weiterlesen

Der Herbst ist da – Tapas mal anders

Es ist nun wirklich so weit: der Sommer hat sich verabschiedet und der Herbst sagt Hallo. Der Herbst ist übrigens der, der einen raschelnden Waldboden voller Blätter macht; er ist der, der einen ganz normalen Morgen in ein Geheimnis verwandelt; er ist der, der dich einfach so am Nachmittag zum Lachen bringt, weil die Sonne ganz überraschend in dein Gesicht scheint; er ist der, der graue Wochenenden in wunderbar warme, gemütliche und erholsame Couch-Tage verwandelt; er ist der, der deine Fensterscheiben mit Wasserperlen schmückt; er ist der, der durch deine Haare haucht und sie verstrubbelt und er ist der, der bunt ist – so bunt, dass das Licht ein ganz anderes ist, als in jedem anderen Monat sonst im Jahr.

Ich bin dem Sommer nachgereist, doch nicht, um den Sommer zurückzuholen, sondern um dem Herbst eine kreative Sommernote zu geben. Die letzten zwei Wochen in Andalusien war Sommer – jeden Tag. Es gab Tapas – jeden Tag! Was also nun? Spanische Tapas können wir nicht und schmecken hier nur halb so gut. Deshalb  gibt es einfach Herbsttapas – neue Kreation, neue Idee und die üblichen Verdächtigen :-).  Weiterlesen