Linsencurry

Langsam werden die Tage kürzer, die Abende und Nächte werden länger, die Kerzen brennen wärmer und duftender. In der Wohnung ist es wohlig heimelig und die herrlichen Decken können endlich wieder ausgepackt werden. Der Nebel hängt tief, manchmal den ganzen Tag – er trübt nur das Licht, nicht aber die Stimmung, denn diese Jahreszeit ist gemütlich, irgendwie friedlich und genussvoll. Wunderbare Tees zu jeder Tageszeit, duftende Zimtstangen, die das Müsli von sommerfruchtig zu herbstwinterwürzig verwandeln. Die Bäume werden kahler, das Laub am Boden häuft sich. Gestapft wird in Stiefelchen, nicht mehr in Sandalen. Einmal mehr wird der Schal um den Hals gewickelt und die Jacke zugeknöpft. Es wird Zeit für warme Suppen, Eintöpfe und Currys – gut, das kann man immer essen, aber jetzt macht es wieder mehr Spass. Das sogar mir als Suppenkasper :-).
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Buchweizen-Tomatenrisotto

Der kleine Spatz landete ausgerechnet auf dem dünnsten Ast des 300 Jahre alten und mächtigen Baumes. Gigantisch riesig und kraftvoll sah er aus – der Baum. Das Vögelchen einzig als ein winzig kleiner Punkt erkennbar. Der Wind fegte über die Felder, rüttelte an den Ästen, wirbelte Insekten durch die Luft und das Gefieder des Vögelchens gab nach, regte sich nach links und rechts; eine kleine Feder erlag dem Wind und wich mit ihm davon – hinaus in die Herbstpracht. Schlug immer wieder auf dem Boden auf, wurde von bunten Blättern getragen und wieder fallen gelassen. Immer weiter und weiter. Der kleine Vogel blieb auf dem Ast sitzen; so, als wäre es das Normalste der Welt. Es schloss seine Äuglein, plusterte sich auf, zupfte sein Gefieder zurecht und macht es sich bequem. Es lauschte dem Rauschen der letzten Blätter, die der Sturm noch nicht mitgerissen hatte. Es spürte den Wind von anderen Vögeln, die vorbei flogen; hörte, wie sich zwei  zankten. Langsam wich die Sonne der Finsternis und der Mond übernahm; beleuchtete alles mit phantasievollem Licht, mystisch und ruhig. Es wurde leiser, der Wind legte sich. Der Spatz sass da, noch immer mit geschlossenen Äuglein und als der letzte Stern den dunklen Himmel schmückte, schlief er ein….und träumte von Buchweizen-Tomaten Risotto :-).  Weiterlesen

Zucchini-Tomaten Focaccia Schnecken – weshalb Aussehen nicht alles ist!

Wir leben in einer Welt, da muss alles schön sein. Überall und zu jeder Zeit. Der erste Blick entscheidet. Nicht einmal zwei Sekunden bestimmen über alles, was folgt. Entweder abschreiben, oder toll. Es gibt nur diese zwei Möglichkeiten. Was für ein Unsinn wir uns Menschen doch da ausgedacht haben – und das ist nicht der Einzige!!! Das Problem ist nur, dass unsere Augen mitessen – im wahrsten Sinne. Aber wenn ich euch jetzt sage, dass diese Zucchini-Tomaten Focaccia Schnecken unglaublich lecker schmecken und ich lediglich nicht geschickt genug war, diese in eine optisch anspruchsvolle Form zu bringen, würdet ihr sie dann trotzdem essen? Ja, ihr würdet! Weil der Duft einem das Wasser im Munde zusammentreibt und man unmöglich widerstehen kann. Erwischt – wir sind ja doch nicht so oberflächlich, wie gedacht, denn es entscheidet noch anderes – was für ein Glück! Wenn nicht der erste Blick entscheidet, dann eben die Nase! :-) Weiterlesen

Tomaten gefüllt mit Auberginen und Feta – ein Gedicht

Heute hab ich leider gar keine Ahnung, welche Worte für so eine feine Sache die richtigen sind. Deshalb versuche ich mich mal an einem kleinen „Gedicht“ oder sowas ähnlichem. Vielleicht klappt es ja und wenn nicht, so bleibt euch noch immer das leckere Rezept – in jedem Fall ein Gedicht!!! :-)

Tomaten sind rot und leuchtend. Manche sind gelb und zart. Fast alle sind rund, aber niemals gibt es zwei gleiche. So auch Auberginen. Dunkel, violett oder gar weiss – alle sind sie anders, doch alle sind sie schön. Nicht alle sind gut, aber ganz viele. Jeder Sonnenstrahl wird erhascht, um in voller Pracht zu blühen und glänzen. Jeder einzelne Strahl bringt ein paar Vitamine, ein paar Farbtupfer und ein bisschen Grösse mehr. Bis sie schliesslich von unseren hungrigen Mäulchen verspeist werden, um uns mit all den guten Sachen zu versorgen und um sich als fantasievolle Variationen in kleine Foodwunder zu verwandeln.  Weiterlesen

Weshalb Weisskraut und Tomaten sich mögen und was der Honig da zu suchen hat

Auch wenn es Sommer ist,  man kann wirklich nicht nur von Melonen und Erdbeeren leben. Manchmal ist etwas Abwechslung ganz gut und alte Klassiker neu zu interpretieren und kombinieren ist eine spannende Sache. Man kommt auf die verrücktesten Ideen. Ausprobieren ist toll und es eröffnen sich so ganz neue Möglichkeiten. Sachen, von denen man nie gedachte hätte, dass sie passen, passen hervorragend. Wie würden man auf Englisch sagen: „It fits!“. Naja, und bei der bunten Vielfalt, die sich einem momentan auf den Märkten bietet, ja sozusagen aufdrängt, kann man nicht anders, als einfach nach Bunt zu greifen und dann bunt zu kochen. Denn der Sommer ist bunt!! Weiterlesen

Kichererbsen-Tomaten Eintopf mit Knoblauch

Dieses Rezept ist ganz speziell für meinen tollsten, coolsten, besten und viel zu weit weg wohnenden Onkel! Er wohnt im Südburgenland und ist somit jenseits von Gut und Böse. Es ist zwar wunderschön dort, aber da gibt es einfach nichts! Und wenn ich sage nichts, dann meine ich auch nichts. Sein Dorf besteht aus etwa 20 Häusern und dann kommt lang lang nichts. Danach ist man in Ungarn. Deshalb musste ich nun ein Rezept finden, das auch er dort nachkochen kann und er alle Zutaten in seinem Umkreis findet. :-)  Weiterlesen